Ministerin Theresa Schopper besucht Schloss Brenz
Hochrangige Delegation informiert sich über Sanierung nach Wasserschaden
Sontheim an der Brenz, 1. September 2026 – Schloss Brenz war Schauplatz einer bedeutenden Station der Denkmalreise von Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden‑Württemberg. Bürgermeister Tobias Rief und Landrat Peter Polta begrüßten die Ministerin vor dem historischen Gebäude, das derzeit aufgrund eines schweren Wasserschadens im Rittersaal umfassend saniert wird. Infolge des Schadens waren erhebliche historische Beeinträchtigungen der Bausubstanz entdeckt worden, die nun mit großem fachlichem Aufwand behoben werden müssen.
Die Ministerin wurde von einer außergewöhnlich großen und hochrangigen Delegation begleitet. Neben Fachleuten aus dem Ministerium und der Landesdenkmalpflege nahm auch der Präsident des Landesdenkmalamts Baden‑Württemberg, Prof. Dr. Claus Wolf, an dem Besuch teil. Seine Anwesenheit unterstrich die besondere Bedeutung des Schlosses als Kulturdenkmal von landesweiter Relevanz und die Dringlichkeit der laufenden Restaurierungsmaßnahmen.
Zu Beginn des Besuchs überreichte Landrat Polta der Ministerin ein Plüschlamm, das als liebevolle Geste regionaler Verbundenheit verstanden wurde und den Auftakt zu einem wertschätzenden Austausch bildete.
Während des Rundgangs durch das Schloss informierte sich die Delegation ausführlich über den Stand der Arbeiten. Ministerin Schopper würdigte dabei besonders die Anstrengungen der Gemeinde, die trotz der unerwarteten und gravierenden Schäden mit großem Engagement und hoher fachlicher Sorgfalt daran arbeitet, das Barockschloss zu sichern und seine historische Substanz zu bewahren. Sie betonte, dass die Gemeinde „mit beeindruckender Konsequenz und Verantwortungsbereitschaft“ für den Erhalt dieses bedeutenden Kulturdenkmals eintrete.
Der Besuch führte schließlich weiter zur Galluskirche, wo sich die Ministerin im kunstvollen „Paradies“ in das Goldene Buch der Gemeinde Sontheim an der Brenz eintrug. Die Ministerin zeigte sich sichtlich erfreut über die regionalen Bezüge und die herzlichen Gesten, die den Besuch abrundeten. Im weiteren Verlauf des Besuchs überreichte Bürgermeister Rief der Ministerin einen Bildband der Gemeinde sowie eine Replik des historischen Hirschguldens. Dabei wies er darauf hin, dass Sontheim an der Brenz während des Dreißigjährigen Krieges Schauplatz einer illegalen Münzstätte gewesen sei. Die sichtlich gut gelaunte Ministerin reagierte mit einem humorvollen Seitenblick auf die Landespolitik und bemerkte, sie werde diesen historischen Hinweis „als Anregung dem Finanzministerium zur Sanierung des Staatshaushaltes weitergeben“.
Der Besuch markierte einen wichtigen Moment für Sontheim an der Brenz: Die Anwesenheit der Ministerin und der hochrangigen Delegation sowie die Aufmerksamkeit für die laufenden Sanierungsarbeiten verdeutlichen die große Bedeutung von Schloss Brenz als identitätsstiftendes Denkmal und als kulturelles Erbe von überregionalem Rang.