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Landtagspräsodentin Mutherem Aras beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Sontheim an der BrenzLandtagspräsidentin Muhterem Aras besuchte am Donnerstag, 30. Januar 2020 im Rahmen der Aktion „Schulbesuch vom Landtag“ die GWRRS Sontheim. Ziel dieses Besuches war die Stärkung des Interesses der Jugendlichen für Politik und die parlamentarische Demokratie. Mit anwesend waren auch die Mitglieder des Landtages Andreas Stoch (Fraktionsvorsitzender der SPD) und Martin Grath (Bündnis 90/Die Grünen).

Landtagspräsidentin Muhterem Aras wurde 1966 in Anatolien/Türkei geboren. Nach der Mittleren Reife erwarb Frau Aras 1988 das Abitur und studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Seit 1993 ist sie Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Von 1999 bis 2011 war Frau Aras Mitglied des Stuttgarter Gemeinderats; ab 2007 Fraktionsvorsitzende der Grünen.
Seit dem 11. April 2011 ist Frau Aras Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.
Am 11. Mai 2016 Präsidentin des Landtags gewählt.

Im Rahmen der Aktion „Schulbesuch vom Land“ beantwortete die Landtagspräsidentin zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler zu allen Bereichen, beispielsweise über ihre Arbeit im Landtag, Fragen zu Politik und Nachhaltigkeit, Wohnungsnot, aber auch zu persönlichen Dingen wie die Vereinbarkeit Ihres Amtes mit der Familie.
Die Landtagspräsidentin zeigte sich begeistert über die Vielfalt der gestellten Fragen der Schülerinnen und Schüler sowie über den Auftritt der Schülerband.

Zum Abschluss des Besuchs trug sich die Landtagspräsidentin ins Goldene Buch der Gemeinde Sontheim an der Brenz ein. Bürgermeister Kraut und Rektor Schulz bedankten sich bei Frau Aras für Ihren Besuch. Anschließend besuchte Frau Landtagspräsidentin Aras noch das Schülercafe „MUMA“.

 

Bürgermeister KrautNeujahrsrede
am Samstag, 11. Januar 2020, 17.00 Uhr, Gemeindehalle

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderates,
verehrte Gäste,

nach diesem stimmungsvollen und schönen musikalischen Auftakt durch Christian Ludwig Steiner, begrüße ich sie alle sehr herzlich zu unserem Neujahrsempfang hier in der Gemeindehalle und heiße Sie im Namen der Gemeinde Sontheim an der Brenz und persönlich hier in der Gemeindehalle willkommen.

Herr Steiner ist in Aalen geboren, er absolvierte sein Musikstudium mit Profilfach Gesang am Music College in Regensburg.
Er ist Sänger/Pianist/Gitarist/Arrangeur und Songwriter verschiedener Formationen wie "Fliegende Fische", "Spektakulatius" und "Steiner Christian und Band".
Neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer, Chorleiter und Gesangslehrer ist er Dozent am Bandcamp in Aalen und coacht darüber hinaus eine Vielzahl an Bands.
2008 veröffentlichte er seine Solo-CD "Gute Reise".

Herzlichen willkommen Herr Steiner.

 

Meine Damen und Herren,

ich hoffe, Sie haben während der Feiertage etwas innehalten und ein wenig Ruhe und Stille genießen kön-nen, um wieder Kraft für anstehende Aufgaben und Herausforderungen zu tanken.

Und ich hoffe, Sie konnten gut ins Neue Jahr starten.

Der Beginn eines neuen Jahres ist ja immer mit Hoffnungen verbunden.
Kaum jemand kann sich wohl dem Gefühl entziehen, mit einem neuen Jahr fange etwas Neues an. Auch wenn wir natürlich wissen, dass wir mit „Prost Neujahr“ nicht auf Neustart schalten.

Wir bekommen eine neue Jahreszahl und selbst der neue Kalender ist inzwischen schon lang vor dem Neu-jahrsfeuerwerk kein weißes Blatt mehr.

Doch ich finde, meine Damen und Herren, wir sollten dieses Gefühl eines Neuanfangs bewahren, denn es verleiht uns Energie und gibt uns den Mut, etwas Neues zu wagen oder Dinge neu zu denken.

Und das ist eine gute Voraussetzung, um weiter zu kommen, persönlich, geschäftlich oder politisch.

 

Meine Damen und Herren,

ich freue mich, dass viele Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunalpolitik und Wirtschaft, aus den Kirchen, aus den Vereinen, Initiativen und Verbänden unserer Gemeinde der Einla-dung zu unserem Neujahrsempfang gefolgt sind, damit wir wieder gemeinsam in das noch junge Jahr 2020 starten können.

Dies ist ein guter Brauch und bietet die Möglichkeit, den bewährten Austausch untereinander und vor allem miteinander weiter fortzuführen.

Wenn wir alle im Kontakt bleiben, zusammen an der Weiterentwicklung unserer Gemeinde arbeiten, dann wird auch das Jahr 2020 ein positives Jahr werden.
Ich bin optimistisch, dass uns das gemeinsam gelingen wird.
Das Jahr 2020 ist ein Schaltjahr und uns steht in aller Regel alle 4 Jahre mit dem 29. Februar ein zusätzli-cher Tag zur Verfügung. Das ist so, weil die Erde exakt 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekun-den braucht, um die Sonne einmal zu umkreisen. Ohne Schaltjahr würde sich so auf lange Sicht alles ver-schieben – Weihnachten würde auf der Nordhalbkugel im Sommer gefeiert werden, im Juli müsste man sich dort in seine Wintersachen hüllen.

Nicht nur deswegen ist dieses Jahr ein besonderes Jahr. Glaubt man den Beschreibungen zur Bedeutung der Zahl 20 in der Numerologie so kann man dort unter anderem lesen: Achtsamkeit, Erwachen und geisti-ges Fortschreiten, Befreiung und Schlüsselerlebnisse. Dort steht aber auch tiefgreifender Wertewandel.

Und das macht mir schon jetzt Sorgen, denn es hat sich schon eine seltsame Wertschätzungsblockade über unsere Gesellschaft gelegt.

Emotionale Kühle, Geringschätzung und destruktive Kritik gewinnen die Oberhand.
Skandalberichte sind gefragt, Fake News haben Konjunktur, Hasspostings vergiften das Internetklima. Die Sprache hat sich radikalisiert. Randgruppen werden diskriminiert, Andersdenkende verlacht und Benachtei-ligte verachtet.
Fast scheint es so, als sei Coolness „in“ und Egozentrik und Eigennutz ein gesellschaftliches Ideal.

Das ist nicht der richtige Weg. Wir alle wissen aus eigener Erfahrung, wie gut es sich anfühlt, wenn uns An-erkennung und Achtung entgegengebracht werden, wenn wir positive Zuwendung, Lob und Dankbarkeit erfahren.

Doch leider hat Wertschätzung im Laufe der letzten Jahrzehnte einen Kurssturz erlitten. Beleidigungen und Bloßstellungen sind an der Tagesordnung, Toleranz und Solidarität sind keine prägenden gesellschaftlichen Werte mehr.
Dies ist eine Folge der Überbetonung von Individualität, aber auch die Digitalisierung in fast allen Lebensbe-reichen und die Anonymität der Einzelnen im World Wide Web fördern das schlechte Klima.
Ich bin mir sicher, viele von Ihnen könnten hierzu verschiedenste Beispiele nennen.

Meine Damen und Herren, eine gesunde Wertschätzungskultur muss aufrecht erhalten bleiben, denn es braucht Wertschätzung und Respekt - auch und gerade in der heutigen Zeit.

 

Meine Damen und Herren,

was uns berechtigte Hoffnung gibt, dass bestimmte Werte noch hochgehalten und gepflegt werden, das ist unter anderem das große ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde, aber auch in ganz Deutsch-land.
Das Statistische Bundesamt hat festgestellt, dass etwa 40 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über zehn Jahren ehrenamtlich oder freiwillig engagiert sind – das sind rund 25 Millionen Menschen.

Das Ehrenamt ist auch in Sontheim an der Brenz eine lebendige Kraft, die fest verankert ist in unserem öf-fentlichen Leben.

Alle, die sich einbringen und unser gemeindliches Miteinander gestalten,
stärken unsere Gemeinschaft und unsere schöne Kommune und sorgen für ein lebendiges, abwechslungs-reiches und gesellschaftsförderndes Klima.

Ihr Engagement ist ebenso vielfältig wie unsere Gesellschaft. Sie machen unsere Gemeinde lebenswert und Sie sorgen dafür, uns in unserer Heimat auch heimisch zu fühlen.

Deshalb ist es mir auch in diesem Jahr eine besondere Herzensangelegenheit, Ihnen allen ein großes Dan-keschön zu sagen. Danke für Ihre wertvolle Arbeit und Danke für Ihre Zeit, die Sie hierfür aufwenden.

Auch der Tagesablauf von Ehrenamtlichen wurde statistisch ausgewertet.
Das Ergebnis: Ehrenamtliche wenden im Durchschnitt pro Tag 2 Stunden und sieben Minuten für Ihr Enga-gement auf.

Das ist eine Menge Zeit. Aber ich weiß: Einige von Ihnen hier stecken noch mehr Zeit in Ihr Ehrenamt.

Und Sie tun das, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Nichts kann die abertausenden Stunden aufwiegen, die Sie in die Waagschale geworfen haben.

Dennoch soll der bereits ausgesprochene „Dank“ unsere Anerkennung und unsere Wertschätzung für Ihr großartiges Engagement zum Ausdruck bringen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie weiterhin mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement unsere Gemeinde berei-chern und stärken.

 

Meine Damen und Herren,

in manchen Gemeinden wird vom Jahr der kommenden Spatenstiche gesprochen.

Wir reden nicht darüber, wir tun es bzw. haben es bereits getan.

Im vergangenen Jahr konnte der Spatenstich für ein neuartiges Mehrgenerationenprojekt an der Ecke Nie-derstotzinger Straße/Finkenweg erfolgen.

Unter der Bezeichnung „Sozial engagiertes Wohnen“ sollen nach den Vorstellungen der Sprecher der Ideen-gebergemeinschaft, Florian und Jürgen Markel, in diesem Mehrgenerationenhaus Familien, Singles, Senio-ren und Menschen mit und ohne Behinderungen in 22 Wohneinheiten leben, die sich gegenseitig unterstüt-zen.

Bereits in früheren Zeiten hatten mehrere Generationen ja auch in einem Haus gewohnt und auf besondere Weise am Leben der Mitbewohner teilgenommen und diese integriert. Und es hat funktioniert.

In diesem Projekt hat jeder seine eigene Wohnung und kann darüber hinaus Gemeinschaftsräume nutzen.
Wenn alles wie geplant umgesetzt wird, dann entsteht hier eine Wohnform mit Vorbildcharakter und mög-licherweise mit Zukunft, in der auch in einem konstruktiven Miteinander eine gelebte Inklusion wahr werden kann.

Im Gemeinderat haben wir dieses Projekt und die Idee, die dahintersteckt, von Anfang als richtungsweisend begrüßt und unterstützt, weil uns auch das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Einschränkungen wichtig ist und weil dieses Thema in der Öffentlichkeit noch immer nicht so wahrgenommen – oder sollte man sagen toleriert wird – wie es in einer aufgeschlossenen Gesellschaft eigentlich sein sollte.
Wir wünschen dem Projekt viel Erfolg und eine gute Zukunft.

Ein weiterer Spatenstich fand in Brenz auf dem ehemaligen Areal des „Gasthauses zum Schützen“ statt.
Hier baut die Kling Wohn- und Gewerbebau GmbH drei neue Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 18 Woh-nungen und Tiefgarage.
Bereits über 50 % der entstehenden Wohnungen seien zu Baubeginn reserviert und auch eine Informations-veranstaltung für unsere Bürgerschaft fand reges Interesse.
Dies freut mich, ebenso wie die Formulierung in einer Werbung der Firma Kling zu diesem Projekt, die lau-tet:
„Ergreifen Sie die Gelegenheit für exklusives Wohnen mit klimabewusster Zukunft und Nachhaltigkeit in einer aufstrebenden Gemeinde!“

„in einer aufstrebenden Gemeinde“, eine schöne Formulierung, weil es das anspricht, was dem Gemeinde-rat und mir wichtig ist:

Unsere Gemeinde im Rahmen des finanziellen Bewegungsspielraumes und in Zusammenarbeit mit den externen und internen Akteuren zu einer zukunftsfähigen, lebenswerten und auch leistungsfähigen Kommu-ne weiter zu entwickeln, in der alle Generationen und Menschen willkommen sind und sich zuhause fühlen können.

Moderner Wohnraum ist in dieser Weiterentwicklungskultur ein Baustein, den wir Dank der Kling Wohn- und Gewerbebau GmbH künftig an dieser Stelle anbieten können.

 

Meine Damen und Herren,

mit der Realisierung eines weiteren Bausteines in der gemeindlichen Fortentwicklung konnte ebenfalls im vergangenen Jahr begonnen werden.

Der Bau eines Drogeriemarktes.

Dank des Engagements von Rewe Süd-Südwest, von Herrn Jakob Niess und „dm“, Herrn Garnik, konnte dieses Projekt auf den Weg gebracht werden.

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und Ihr Vertrauen in unseren Standort.

Der Wunsch nach einem leistungsfähigen Drogeriemarkt wurde auch bei der Erstellung unseres Gemeinde-entwicklungskonzeptes von unserer Bevölkerung deutlich geäußert.

Zusammen mit einem Getränkemarkt entsteht nun beim Vollsortimenter REWE zentral an einem Ort, in integrierter Lage von Sontheim regelrecht ein Ort, der zum Einkaufen einlädt.

Der Gemeinderat und selbstverständlich auch ich als Bürgermeister haben dieses Projekt von Beginn an und voll umfänglich unterstützt. Dies zeigt die einstimmige Beschlusslage im Gemeinderat ganz deutlich auf.

„dm“ ist bei uns mehr als herzlich willkommen. Ich bin sicher, dass unsere Bürgerinnen und Bürger bei „dm“ rege einkaufen werden und ich bin auch davon überzeugt, dass neue Kundenströme hinzukommen, die der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Gemeinde guttun werden.

Für die, durch die Auslagerung der Getränkeabteilung freiwerdenden Flächen im REWE-Markt gibt es be-reits Vorstellungen. Zusammen mit Marktbetreiber Herrn Jakob Niess stehen wir bereits in Gesprächen mit dem Landratsamt Heidenheim, in denen wir hoffentlich ein positives Ergebnis erreichen können.

Eine weitere innerörtliche Entwicklung hat bereits mit Abbruch und Aufräumarbeiten in der Uhlandstraße begonnen.

An dieser Stelle entstehen der neue NORMA-Markt und ein Fachmarkt.
Der Investor, Herr Christoph Geiger, hat nun einen Betreiber für den Fachmarkt gefunden. Dies wird ein Sonderpreis Baumarkt sein.

Auch mit diesem Projekt entsteht in integrierter Lage ein kleines Einkaufszentrum und im Innenbereich kann ein Lückenschluss umgesetzt werden.

Mit dem Sonderpreis Baumarkt erhält unsere Gemeinde ein weiteres Angebot, das wir in dieser Form noch nicht haben.

NORMA kann die dann größeren Ladenflächen entsprechend seiner Firmenphilosophie kundenfreundlicher gestalten.

An dieser Stelle vielen Dank an den Investor Herrn Geiger, dem Expansionsleiter Herrn Lerach von NOR-MA und an Herrn Fischer vom Sonderpreis Baumarkt für deren Engagement in unserer Gemeinde.

 

Meine Damen und Herren,

damit noch nicht genug.

Eine weitere großartige Einrichtung konnten wir für unser Gebäude in der Sontheimer Straße 12 gewinnen.
Eine Hebammenpraxis mit vier tollen Frauen, die sich freuen, die erste Begleitung auf dem Weg ins Leben zu sein.

Unter dem Namen „WIR, DU & ICH, Hebammen Brenztal“ bieten Ute Maier, Seyhan Cebeci, Lisa Mackh und Johanna Dietz in ihren neuen Praxisräumen viele Betreuungsmöglichkeiten an, um Schwangere, Baby und Partner in dieser spannenden und aufregenden Zeit bestmöglich zu unterstützen.

Im Gemeinderat und der Verwaltung haben wir dieses Projekt von Beginn an bestmöglich unterstützt, weil eine fachliche und professionelle Versorgung, Beratung und Begleitung in und nach der Schwangerschaft sehr wichtig sind.

Vielen Dank an die 4 freiberuflichen Damen, dass Sie sich für unsere Gemeinde entschieden haben.

Wir wissen, dass Sie Ihren Beruf mit Begeisterung und Freude ausüben und wir sind stolz darauf, dass wir mit Ihnen eine gute Hebammenversorgung im Brenztal sicherstellen können.

Und eine gute Hebammenversorgung wirkt sich ebenfalls auf positiv auf unsere familienfreundlich ausge-richtete Kommune aus.

Wie Sie wissen haben wir im Jahr 2015 die Auszeichnung und Zertifizierung „Familienbewusste Kommune Plus“ erhalten. Dieses Prädikat wird für 4 Jahre erteilt. Danach stehen eine Überprüfung und eine Neuzerti-fizierung an.

Diese fand Ende des letzten Jahres statt.

Nachdem wir in den vergangenen Jahren weitere Projekte im Rahmen der Familienfreundlichkeit umge-setzt haben, können wir der Evaluierung optimistisch entgegensehen.

Das Ergebnis wird uns heute im Rahmen des Neujahrsempfangs von Herrn Kurt Lacher von der Ge-schäftsstelle Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg vorstellen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass wir mit der Erweiterung der Krippengruppe im Alten Rathaus von 7 auf 10 Plätzen das Angebot im Krippenbereich weiter ausbauen konnten.

Nach der Umbauphase konnte die Krippe Anfang Dezember 2019 wiedereröffnet werden. Nun steht unter anderem ein weiterer Raum als Schlafraum zur Verfügung und der bestehende Gruppenraum konnte ver-größert werden.

Danke für den Zuschuss in Höhe von 21.000 Euro aus dem Investitionsprogramm des Bundes zur Kinder-betreuungsfinanzierung. Aber auch Danke an die Evangelische Kirchengemeinde als Träger dieser Einrich-tung und das Team des Kinderhauses für deren Verständnis und Mitwirkung.

 

Meine Damen und Herren,

auch im Bereich des Bildungsangebotes ist uns im Gemeinderat wichtig, dass wir unsere kommunale Bil-dungslandschaft modern und zukunftsfähig aufgestellt haben.

Dafür haben wir zuletzt die Außensanierung des ehemaligen Hauptschulgebäudes Ende 2018 fertigstellen können.

Mit der Innensanierung dieses Gebäudes konnte im vergangenen Jahr begonnen werden und sie muss bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertiggestellt sein.

Und in diesem Jahr geht es in Zusammenarbeit mit unserer Schule an die Aufstellung eines Medienentwick-lungsplanes zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur am Sontheimer Schulzentrum.
Hierfür erhalten wir vom Land Baden-Württemberg aus dem „DigitalPakt Schule 2019 – 2012“ Fördermittel in Höhe von 211.900. Entsprechende Haushaltsmittel werden im Haushaltsplanentwurf eingestellt. Voraus-setzung für den Erhalt der Förderung ist eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde von mindestens 20 %.
Mit diesen Fördermitteln können unter anderem der Aufbau und die Verbesserung der digitalen Vernetzung, Anschaffung von Displays und interaktiven Tafeln und auch schulgebundene Endgeräte wie Laptops und Tablets finanziert werden.

In der Tat gibt es rasante gesellschaftliche Veränderungen und neue Herausforderungen. Doch die ständi-gen Veränderungen in der Bildungspolitik der letzten Jahre machen uns die Entscheidungen vor Ort nicht gerade leicht.
Durch die landespolitischen Entscheidungen haben wir in den vergangenen Jahren mehr bewegte Zeiten erlebt, als uns lieb war.

Hier wünschen wir uns zukünftig mehr Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit im Sinne einer qualitativ sinnvollen Entwicklung unserer Schulen.
Dabei sollten die Wünsche einzelner Bevölkerungsgruppen im Lande nicht übermäßig berücksichtigt wer-den, sondern das große Ganze im Blick der Entscheidungen bleiben.

Nun bin ich unserer Schulleitung und den Pädagoginnen und Pädagogen unserer Schule dankbar, dass wir auf die politischen Entscheidungen aus Stuttgart bei uns in Sontheim gemeinsam immer die richtigen Ant-worten gefunden haben.

Letzten Endes geht um die Schülerinnen und Schüler und darum, dass wir jedem Kind und Jugendlichen gute Startchancen für ihren Lebens- und Berufsweg ermöglichen.

Dafür bietet unsere Schule die besten Voraussetzungen.

Vor allem ist „An unserer Schule immer etwas los, weil unsere Schüler etwas loshaben, das sie loswerden wollen. Und das macht unsere Schule lebendig.“
So steht es auf der Homepage unserer Schule.

Wir sind Fair-Trade-Schule, Modellschule zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, es gibt eine Kooperation Kindergarten-Schule, Leseförderung und Sprachhilfe, Kooperation mit örtlichen Vereinen, Akti-on „Löwen retten Leben an der GWRRS Sontheim“, professionelle Schulsozialarbeit, Bildungspartnerschaf-ten mit Unternehmen, Schülercafe „MUMA“ und so weiter.

Unsere Schule ist toll oder wie mir einmal eine Schülerin gesagt hat:
„Ich gehe gerne in unsere Schule. Unsere Schule ist die Beste der Welt“.

 

Meine Damen und Herren,

wie Sie sicher aus der Presse entnehmen konnten soll der Einschulungsstichtags vom 30. September auf den 30. Juni vorverlegt werden

Erst nach Einwendungen der Kommunalverbände soll die Vorverlegung nun nicht auf einmal, sondern in drei monatlichen Schritten erfolgen. Das bedeutet, dass zum kommenden Schuljahr 2020/2021 der Stichtag auf den 31. August vorverlegt wird.

Für diese Stichtagsverlegung muss das Schulgesetz geändert werden.
Der Ministerrat hat diesem Gesetzesentwurf zugestimmt und das Gesetzgebungsverfahren wird voraus-sichtlich im März 2020 abgeschlossen sein.

Die pädagogische Notwendigkeit einer Stichtagsvorverlegung für Einschulung in die Grundschule will ich nicht bewerten.

Für uns bedeutet dies aber, dass die Kinder länger in den Kindergärten bleiben und unsere bisherigen Be-darfsplanungen angepasst werden müssen.

Das heißt wir müssen möglicherweise mehr Betreuungsplätze zur Verfügung stellen!
Und damit einhergehend können auch zusätzliche einmalige und laufende Kosten entstehen.
Hier müsste eigentlich das Konnexitätsprinzip „Wer anschafft, soll auch bezahlen“ greifen. Aus Sicht des Landes wird dies im Moment nicht so gesehen.

Nun können wir froh sein, dass wir die Bedarfsplanung im Bereich der Betreuung im Gemeinderat zusam-men mit den Trägern der Betreuungseinrichtungen im Blick haben und uns eigentlich laufend Gedanken machen, wie die Betreuungslandschaft bedarfsgerecht weiterentwickelt werden kann.

So haben wir im Gemeinderat der Einrichtung einer Krippengruppe im Kindergarten Sankt Franziskus zuge-stimmt. Die Krippe soll zum 01.01.2021 in Betrieb gehen.
Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, die Unterbringung einer über dreijährigen-Gruppe (Ü 3-Gruppe) im Alten Rathaus, in einem Anbau zum Kindergarten St. Franziskus sowie in einem Waldkindergar-ten plan-und kostenmäßig zu untersuchen.

Immer mehr Eltern haben zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch Bedarf an einer Betreuung in Randzeiten (vor 7:00 und nach 17:00 Uhr).
Dies betrifft insbesondere Eltern, die in Pflegeberufen arbeiten, aber auch viele andere Berufssparten. Eine Abdeckung dieser Randzeiten in Kindertageseinrichtungen ist bisher nicht möglich.

Deshalb haben wir im Gemeinderat entschieden die Kindertagepflege zu stärken und weitere Anreizmaß-nahmen für Tagespflegepersonen zu schaffen. Dies sind die Übernahme der Kursgebühren und die Gebüh-ren für Weiterbildungsseminare sowie die Gewährung eines Zuschusses von 1 Euro/Stunde für die Rand-zeitenbetreuung.

Wir sehen die Tagesbetreuung als ein wichtiges Element in unserer Betreuungslandschaft und hoffen, dass sich in unserer Gemeinde Menschen finden, die sich dieser Aufgabe widmen wollen.
Wir freuen uns auf Interessentinnen und Interessenten.

 

Meine Damen und Herren,

das vergangene Jahr war leider auch geprägt von den Mordfällen in unserer Gemeinde. Das hat uns alle erschüttert und sprachlos gemacht.
Etwas das nicht für möglich erachtet wurde, ist Realität geworden.
In der Heidenheimer Zeitung wurde ausführlich über diese Taten und den Prozess am Landgericht Ellwan-gen berichtet.

Mehr muss man hierzu nicht sagen.

Mit den Berichterstattungen in Fernsehen, Rundfunk und Tagespresse nimmt man unsere Gemeinde zurzeit mit den Mordtaten wahr.

Doch unsere Gemeinde hat so viel positive Energie, Entwicklungen und Bestehendes und vor allem Men-schen, die unsere Gemeinde – unsere Heimat – lieben und schätzen.

Eine tolle Schule, eine umfangreiche Betreuungslandschaft, zukunftsausgerichtete Entwicklungen, Ein-kaufmöglichkeiten mit Qualität, großes Lebensmittelangebot, ärztliche Versorgung,
kundenfreundliche Handwerker, Unternehmen und Dienstleister, ein großartiges Vereinsleben mit hohem ehrenamtlichen Engagement, ausreichend Wohnraum, freundliche Gastronomiebetriebe, eine abwechs-lungsreiche Landschaft und erholsame Natur, hohen Freizeitwert, gute Anbindung an überregionale Straßen, Seniorenbetreuung, Angebote für Jung und Alt, viele kulturelle Veranstaltungen und Märkte und so weiter.

Es gibt eigentlich genügend Themen über die man positiv berichten kann.

Wir sind eine lebendige und lebenswerte Gemeinde und bei uns wird sich jeder wohlfühlen – bisher und wei-terhin.

Das sind wir – das ist unsere Gemeinschaft - und ich bin mir sicher, wir werden alle gemeinsam dafür sor-gen, dass das so bleibt.
Meine Damen und Herren,

dennoch gibt es aktuell Themen die derzeit kritisch begleitet werden.

Ein Thema ist die Sanierung der Brenzkanalbrücke in Bergenweiler durch den Landkreis Heidenheim.

Das Landratsamt Heidenheim hat gemeinsam mit der ausführenden Baufirma geprüft, wie die Belastung der Bürgerschaft von Bergenweiler reduziert werden kann.

Die Prüfung des Bauablaufs hat ergeben, dass gerade im Hinblick auf den voraussichtlichen Baubeginn der B 492 im Frühjahr 2020 eine möglichst baldige Fertigstellung der Brücke in Bergenweiler sinnvoll wäre.

Deshalb sollen die Arbeiten an der Brenzkanalbrücke lediglich mit einer ca. dreiwöchigen Pause ohne weite-re Unterbrechung durchgeführt werden.

Die Brücke kann dadurch voraussichtlich zwei Monate früher als aktuell geplant, also bereits Anfang Mai, für den Verkehr wieder freigegeben werden.
Die geplante längere Baupause, in der die Brücke nutzbar ist, muss dafür entfallen. Die Gesamtbauzeit mit sieben Monaten soll unverändert bleiben.

Weil ich das Thema B 492 soeben bereits erwähnt habe, möchte ich noch ein paar Worte hierzu verlieren:

Zunächst einmal muss man feststellen, dass sich das Zwischenstück zwischen Hermaringen und Brenz/Bergenweiler in einem schlechten Zustand befindet und trotz Geschwindigkeitsbeschränkung auf-grund seiner ungünstigen Straßenführung ein erhöhtes Unfallrisiko in sich birgt.

Gleichzeitig ist die B 492 eine wichtige überregionale Verbindung zwischen der A 7 und der B 16 und verbin-det Baden-Württemberg mit Bayern und umgekehrt.
Deshalb sind wir sicher alle mit Nachdruck daran interessiert, dass dieses 2,1 km lange Zwischenstück end-lich saniert wird.

Seit vielen Jahren setzen wir uns für die Sanierung dieses Staßenabschnittes beim Land Baden-Württemberg ein. Auch den Verkehrsminister Hermann hatte ich auf diese Notwendigkeit hingewiesen.

Nach mehrmaligen Nichteinhalten von genannten Baubeginn-Terminen scheint es im Jahr 2020 nun doch mit der Sanierung loszugehen.

Darüber sind wir froh. Doch weniger erfreut sind wir über die Auswirkungen, die die Sanierung mit sich bringt.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte im Jahr 2017 im Rahmen der Ausführungsplanung festgestellt, dass das ursprünglich vorgesehene Gründungskonzept aufgrund des nicht tragfähigen Untergrundes und dem vorhandenen Wasserschutzgebiet überarbeitet werden muss. Für die Herstellung einer ausreichenden Tragfähigkeit des Baugrundes müssen nun über die gesamte Länge sogenannte vermörtelte Rüttelstopfsäu-len eingebracht und eine Gitter-Matratze eingebaut werden.

Durch diese Maßnahmen wird nun eine breitere Baustelle benötigt und aufgrund dessen können die vorge-sehenen Parallelstraßen nicht realisiert werden.

Als Konsequenz daraus, hat das Regierungspräsidium Stuttgart zunächst eine weiträumige Umfahrung vor-gesehen – in etwa 15 km längere Strecke als bei normaler Route.

Das konnten wir so überhaupt nicht akzeptieren, weil dies unter anderem die weitere Entwicklung unserer Gemeinde hemmt, zur einer Schwächung des Einzelhandels führt, mehr Zeitaufwand für unsere Bevölke-rung und Unternehmen bedeutet aber auch aus ökologischer Betrachtung nicht sinnvoll ist.

Deshalb hatte ich das Landratsamt Heidenheim gebeten, einen gemeinsamen Gesprächstermin mit dem RP Stuttgart und den betroffenen Kommunen zu organisieren. Danach fanden noch Termine mit den Abge-ordneten und den Bürgermeistern in Sontheim statt.
Letzten Endes hat das RP Stuttgart eingesehen, dass die weiträumige Umfahrung für eine Dauer von ca. 2 Jahren keine gute Lösung ist.

Zurzeit wird eine deutlich kürzere Umleitungsstrecke vom Land geprüft.
Die Ergebnisse sollen im Laufe dieses Monats präsentiert werden.

 

Meine Damen und Herren,

stellen Sie sich vor es brennt und es kommt niemand.
Wir stellen uns das lieber nicht vor. Und das brauchen wir auch nicht.

Wir stehen in Sontheim an der Brenz auf einem sehr guten Niveau, weil es bei uns engagierte Männer und Frauen – und Jugendliche - gibt, die sich den Aufgaben der Feuerwehr stellen und die auch bereit sind Füh-rungsaufgaben innerhalb der Feuerwehr zu übernehmen.

Dass dies kein Zuckerschlecken ist, hat das vergangene Jahr wiederum gezeigt.

54 Einsätze sprechen eine deutliche Sprache. Das Einsatzspektrum ist groß.
Manche Einsätze gehen an die physischen und psychischen Leistungsgrenzen.

Lassen Sie mich beispielhaft den zerstörerischen Brand einer Schreinerei und einer Werkstatt in der Gundel-finger Straße nennen. Einfach schrecklich.

Sie sehen: Wir brauchen unsere Feuerwehr.

Denn die Freiwilligen Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Rettungswesens. Mit Ihren Einsätzen leisten Sie Großes für die Menschen in unserer Gemeinde und darüber hinaus.

Generell sind unsere Feuerwehren im Land und in unserem Landkreis nicht wegzudenken.

Die Führungsspitze unserer Feuerwehr und jeder einzelne Angehörige unserer Feuerwehr hat im vergange-nen Jahr wieder viel geleistet.

Stellvertretend für alle Feuerwehrangehörigen darf ich unserem Kommandanten Jochen Schmid und sei-nem Stellvertreter Steffen Hornung unseren großen Dank und unseren aufrichtigen Respekt für die tolle Arbeit aussprechen.

Auch im Gemeinderat wissen wir, welche hervorragende Arbeit von unserer Freiwilligen Feuerwehr geleistet wird.

Deshalb haben wir bereits in der Vergangenheit die Freiwillige Feuerwehr bei den benötigten Anschaffungen im Fuhrpark oder bei der Ausrüstung stets unterstützt, damit Sie Ihre Arbeit sicher und erfolgreich bewälti-gen können.

Hierzu gehört auch die Entscheidung über die Zukunft eines zeitgemäßen Feuerwehrgerätehauses für die Abteilung Sontheim.

Ursprünglich ging man von Neubaukosten in Höhe von 3 Millionen Euro aus.
Nach den Zahlen der vorliegenden Machbarkeitsstudie würde ein Neubau nun ca. 4,8 Millionen Euro kosten.

Als Fachförderung erhalten wir ungefähr 275.000 Euro (ca. 6 % der Gesamtneubaukosten) – und die sind gedeckelt je nach Anzahl der Fahrzeugboxen.
Dann erhalten wir vermutlich noch eine Zuwendung aus dem Ausgleichsstock, deren Höhe nicht bekannt ist.

Unabhängig von der Feststellung, dass das Land Baden-Württemberg zum Erhalt eines zukunftsfähigen und schlagkräftigen Feuerwehrwesens deutlich mehr finanzielle Förderung den Kommunen zukommen lassen sollte, sind wir im Moment mit allen Beteiligten in der Diskussion, wie möglicherweise die Kosten für das Feuerwehrgerätehaus gesenkt und gleichzeitig weitere Fördermittel aus anderen Förderprogrammen gene-riert werden können. Dabei ist der Standort des Feuerwehrgerätehauses von nicht unerheblicher Bedeutung.

In diesem Jahr sollten wir die notwendigen Weichen und Entscheidungen treffen, damit in den Jahren 2021 und 2022 das Feuerwehrgerätehaus realisiert werden kann. In der mittelfristigen Finanzplanung sind Fi-nanzmittel bereits vorgesehen.

Auch im Bereich Niederschlagswasserbeseitigung in Bergenweiler müssen in den nächsten Jahren hohe Summen investiert werden, um die erneute wasserrechtliche Genehmigung des Landratsamtes Heidenheim erhalten zu können.

Die ursprüngliche Kostenannahme des Regenklärbeckens 1 ist von 280.000 Euro auf 565.000 Euro ange-stiegen. Und die Kosten des Rückhaltbeckens erhöhen sich nach den aktuellen Kostenschätzungen von 50.000 Euro auf 178.000 Euro.

Da wir diese Maßnahmen realisieren müssen, hat der Gemeinderat trotz der Kostensteigerungen noch im Dezember einstimmig hierzu entsprechende Beschlüsse gefasst.

 

Meine Damen und Herren,

nach wir vor ist Nachfrage, auch von auswärtigen Interessenten nach Bauplätzen in unserer Gemeinde hoch.

Im Oberen Bogen in Brenz und in der Weiherbraike in Sontheim sind alle Bauplätze verkauft.

Unsere Bevölkerung ist auch deswegen im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Mit Stand vom 30.06.2019 beträgt die Bevölkerungszahl nun 5.565. Ein Jahr zuvor waren dies 5.495. Das ist lt. Statisti-schen Landesamt BW ein Wachstum um 70 Personen. Nach den Daten unseres Einwohnermeldeamtes beträgt die Bevölkerungszahl zum 31.12.2019 nun 5.604. Ein weiterer Anstieg um 39 Personen.

Immer wieder hört man von den auswärtigen Baunteressenten, dass die Betreuungs- und Bildungsmöglich-keiten, die vielfältige Versorgungsstruktur, die Lebensqualität und Attraktivität unserer Gemeinde als positiv bewertet werden.

Nun zahlt sich aus, dass wir uns rechtzeitig mit der Bereitstellung von weiteren Bauplätzen auseinanderge-setzt und die entsprechenden Weichen im Gemeinderat gestellt haben.

Für das Baugebiet „Riegele II“ haben wir bereits den Satzungsbeschluss gefasst.
Allerdings müssen noch naturschutzrechtliche Maßnahmen berücksichtigt werden. Baubeginn soll in diesem Jahr sein.

Das Baugebiet „Watzelsdorfer Straße II“ in Bergenweiler ist erschlossen.

Der „Obere Bogen II“ in Brenz wird um 4 weitere Bauplätze erweitert.

Die Grundstücksverhandlungen für ein weiteres Baugebiet in Sontheim, Weiherbraike Teil II“ sind erfolg-reich verlaufen.

An dieser Stelle darf ich mich bei allen Grundstückseigentümern ganz herzlich bedanken, dass Sie damit die weitere Entwicklung unserer Gemeinde ermöglichen und unterstützen.

 

Meine Damen und Herren,

das Sanierungsgebiet „Hauptstraße“ endete im vergangenen Jahr.
Viele Maßnahmen konnten während der Laufzeit dieses Sanierungsgebietes abgewickelt und umgesetzt werden. Durch diese Maßnahmen ist eine wesentliche Aufwertung und Attraktivierung der Ortsmitte einge-treten.

Der Gemeinderat hat in der Dezembersitzung entschieden, diesen Weg weiter zu beschreiten und im Rah-men einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung einen Antrag zur Aufnahme in ein Programm der städtebau-lichen Erneuerung für das Gebiet Gruiben beim Land Baden-Württemberg zu stellen.

In diesem Zuge ist zunächst das gesamtörtliche Entwicklungskonzept zu aktualisieren und eine Grobanalyse zu erstellen.

Nach erfolgreicher Aufnahme in das Programm würden dann die weiteren Schritte erfolgen.

Meine Damen und Herren,

auch wenn die Zeit schnell vergeht, so stand uns die Zeit doch zur Verfügung.
Und wenn man, wie heute ein Jahr Revue passieren lässt, stellt man fest, das doch so einiges auf den Weg gebracht werden konnte.

Aber nicht alles kann man erwähnen.
Deshalb bitte ich auch in diesem Jahr um Verständnis, wenn nicht auf alle – ebenfalls nennenswerten – Ak-tivitäten und Entwicklungen eingegangen werden kann.

Aber einige möchte ich noch kurz erwähnen:

- Nach wie vor stehen wir mit unserer Hausarztpraxis und weitern Akteuren im engen Kontakt, wie die allgemeinärztliche Versorgung in Sontheim an der Brenz stabilisiert und weiterentwickelt werden kann.

- Der Gemeinderat hat der Gründung eines Eigenbetriebes „Entwässerung“ zum 01.01.2019 einstim-mig zugestimmt.

- Ausgelöst durch die Kreisforstreform des Landes hat der Gemeinderat beschlossen, das die forst-technische Betriebsleitung und der Revierdienst sowie der kommunale Holzverkauf ab dem 01.01.2020 durch die untere Forstbehörde des Landratsamtes Heidenheim wahrgenommen werden.

- Ebenfalls hat der Gemeinderat entschieden, die technische Betriebsführung der Wasserversorgung an die Stadtwerke Giengen GmbH zu vergeben.

- Im Schloss Brenz konnten dank des Fördervereins Schloss Brenz wieder viele Aktionen umgesetzt werden.

- Der Partnerschaftsverein hatte wieder einen Besuch aus unserer Partnerstadt St. Valery en Caux bestens geplant und organisiert.
Die freundschaftlichen Beziehungen konnten erneut vertieft werden.
In diesem Jahr steht wieder ein Besuch in unserer Partnerstadt an der Alabasterküste auf dem Pro-gramm.

- Der Sontheimer Fotokalender konnte wieder erstellt werden und erfreut sich großer Nachfrage. 2021 soll es eine weitere Auflage geben.
Also, alle Fotografen ran an die Kamera und von allen Monaten und Jahreszeiten Fotos schießen. Bei uns gibt es viel zu entdecken.

- Der Ortsseniorenrat erstellt in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung erstmals einen Senio-renratgeber, der in diesem Jahr herausgegeben werden soll. Für diese zeitaufwendige und wertvolle Arbeit darf ich dem Ortsseniorenrat schon jetzt meinen großen Dank aussprechen.

- Der Handels- und Gewerbeverein mit seinem Vorsitzenden Herrn Karl Rechthaler hat auch im Jahr 2019 wieder einigen Aktivitäten und mit viel Engagement auf unseren Wirtschaftsstandort sowie auf unsere unternehmerische Vielfalt und Stärke aufmerksam gemacht.

- Die Damen der Begegnungsstätte für Senioren hatten wieder ein tolles Jahresprogramm erstellt und großartige Arbeit für unsere älteren Mitmenschen geleistet.

- In diesem Jahr sollen Feldwegesanierungen angegangen werden.

- Im Rahmen des Breitbandausbaus gibt es aus Förderprogrammen von Bund und Land insgesamt 90 % Fördermittel für unterversorgte Bereiche (maximal 30 Mbit/s). Für alle ermittelten Ausbaugebiete auf unserem Gemeindegebiet wird ein Förderantrag gestellt.

- Im Roten Schulhaus werden in diesem Jahr die Fenster ausgetauscht und die Parkettböden abge-schliffen.

- Die Sanierung der Gartenstraße ist für 2020 geplant.

- Ebenso die Herstellung des Spielplatzes Grabenstraße.

- Im Heimatmuseum hatten wir im Jahr 2019 eine Sonderausstellung „Faszination LEGO“ und eine Wanderausstellung zur medialen Darstellung der figürlichen Eiszeitkunst.
In diesem Jahr soll eine Sonderausstellung Windenergie im Lebensraum Wald und am Tag des Ge-otops wird eine „Multimediashow zur Schwäbischen Alb“ stattfinden.

- Gemeinderats-, Kreistags- und Europawahl konnten dank der Wahlhelfer und der guten Vorbereitung in der Verwaltung erfolgreich abgewickelt werden.

- Im Jahr 2019 hatten wir mit 53 Trauungen eine Rekordzahl zu verzeichnen.

- Das 4. Musikfestival Schloss Brenz war wieder ein voller Erfolg für Herrn Grau, dem Organisations-team und vor allem auch für die Musiker/innen.

 

Meine Damen und Herren,

gemeinsames Handeln, gemeinsame Ziele und Ideen verbinden nicht nur Menschen und schaffen Zugehö-rigkeit, sondern sie sind auch wichtig um unsere Gemeindeentwicklung positiv zu gestalten und weiter vo-ranzubringen.

Nach den Gemeinderatswahlen 2019 finden sich 10 bekannte Gesichter wieder am Ratstisch. Mit 9 erst-mals Gewählten sitzen nun knapp 50 % neue Gesichter in unserer Ratsrunde.
Viel zu oft wird allerdings vergessen, dass das Engagement als Gemeinderat ein Ehrenamt ist, eine freiwilli-ge Aufgabe, die vom Einzelnen durchaus einiges abverlangt.

Die Bereitschaft, seine Zeit und seine Kraft in diese anspruchsvolle Aufgabe zu stecken, um dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen, kann nicht hoch genug geschätzt werden.
Ich darf mich deshalb bei unseren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit und für Ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit herzlich bedanken.

Ein großer Dank gebührt auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es wiederum im vergange-nen Jahr - trotz anhaltenden monatelangen Personalengpässen - gelungen viele unserer Projekte voranzu-treiben und dabei noch den ganz normalen Verwaltungsalltag zu bewältigen.
Eine tolle Gemeinschaftsleistung.

 

Meine Damen und Herren,

was wünsche ich Ihnen für das neue Jahr?
Die Augsburger Schwestern Mimi und Josy hatten 2019 die Casting-Show „The Voice Kids“ gewonnen.
Sie wünschten sich für 2020 folgendes:
Immer voller Akku, pünktliche Züge, weniger Stress weniger useless drama, mehr Schokolade und mehr Schlaf.

Das wünsche ich Ihnen auch, aber ich wünsche Ihnen für das Schaltjahr 2020 ebenso 12 wunderschöne Monate, 366 gesunde Tage, 8784 glückliche Stunden … und 527.040 unvergessliche Minuten.

Das alles eingepackt in 31.622.400 belebende Sekunden … und zwischendrin noch 52 erfolgreiche Wo-chen!

Auf ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2020.

Herzlichen Dank.

 

Verleihung der PrädikatsurkundeSeit 2015 verleiht die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg an nachhaltig familienbewusst agierende Städte und Gemeinden das Qualitätsprädikat „Familienbewusste Kommune Plus“. Bereits im ersten Jahr wurde auch die Gemeinde Sontheim an der Brenz als Familienbewusste Kommune Plus ausgezeichnet. Nun wurde die Zertifizierung der Gemeinde als familienbewusste Kommune Verleihung des Qualitätsprädikates bestätigt.

In der mit ca. 180 Gästen besetzten Gemeindehalle konnte Projektkoordinator und Geschäftsführer Kurt Lacher namens der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfanges am 11. Januar 2020 die Qualitätsurkunde an Bürgermeister Matthias Kraut überreichen. In seiner ausführlichen Laudatio wies er auf die besonderen Anstrengungen hin, die die Gemeinde im Familienbereich unternommen habe und bezeichnete Sontheim an der Brenz als „Leuchtturmgemeinde im Landkreis“.

Bürgermeister Kraut freute sich über die erneute Auszeichnung, die u.a. Ergebnis großer Investitionen im Kinderbetreuungsbereich und im kommunalen Bildungsangebot sei.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte Sie recht herzlich zum öffentlichen Neujahrsempfang der Gemeinde Sontheim an der Brenz am Samstag, den 11. Januar 2020 um 17.00 Uhr in die Gemeindehalle, Neustraße 28, einladen. Einlass in die Gemeindehalle ist ab 16.30 Uhr.

Der Empfang wird musikalisch von Christian Steiner umrahmt.

Nach der Neujahrsansprache erfolgen die Ehrungen der Blutspenderinnen und Blutspender sowie die Würdigung der Sprachförderung in Kindergärten und Schule. An diesem Abend wird der Gemeinde Sontheim an der Brenz wiederum das Qualitätsprädikat Familienfreundliche Kommune Plus verliehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil besteht die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre untereinander ins Gespräch zu kommen.

Für das leibliche Wohl sorgt die Freiwillige Feuerwehr Sontheim an der Brenz.

Ich würde mich freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen, um Ihnen die besten Wünsche für das neue Jahr persönlich und im Namen der Gemeinde Sontheim an der Brenz auszusprechen.

Ihr

Matthias Kraut
Bürgermeister